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Werteblog: Wertemarketing, barrierefreies Internet, PDF und Barrierefreiheit

Accessibility Blog Parade - Tröten, Trommeln, Texten gegen Barrieren im Internet

Autor: M. Erle 9.10.2007, 22:34

Accessibility Blog Parade 2007Bei der Abschlusskonferenz zu dem Leonardo-Projekt “on-line on - Internet und Computerwissen für Menschen mit Lernschwierigkeiten” musste Markus Riesch von der Schweizer Stiftung “Zugang für alle” bei einer Podiumsdiskussion eine Einschätzung abgeben, wie weit sie auf dem Weg zu einem für alle zugänglichen Internet bereits gekommen sind. Als Maßstab gab Moderator Jo Frühwirt vom SWR eine Skala von 0 bis 100 vor. Die Antwort war: “Vielleicht bei drei.”

Ein Gedankenspiel

Nun gut, wenn wir überlegen, seit wann es das Thema Barrierefreiheit im Internet gibt (ich nehme jetzt einfach mal zur mathematischen Vereinfachung das Jahr 1998 - ich weiß, es war natürlich früher), es mit der 3 in Relation setzen und dann überschlagen, wann wir - bleiben wir mal realistische Träumer - auf der 100er-Skala die 90 erreichen, dann wäre es im Jahr 2268 so weit. Vorausgesetzt, wir würden das bisherige Tempo des Barrieren-ausräumens beibehalten und es würden nicht ständig wieder neue Barrieren entstehen (wie durch Designmoden, programmiertechnische Hypes oder sowas Verruchtem wie technologischem Fortschritt beispielsweise).

Eine Blog Parade zum Thema Barrieren im Netz

Auf Grundlage dieses kleinen Gedankenspiels erscheint es als eine absolute Notwendigkeit, etwas mehr Lärm für ein zugängliches Web zu machen. MAIN_web aus Wien, die unermüdlich und mit viel Elan das Feld der barrierefreien Öffentlichkeitsarbeit bestellen, haben sich dies auch gedacht und die Accessibility Blog Parade ins Leben gerufen: Ab morgen 10.10. bis zum 11.11. heißt es: Tröten, Trommeln, Texten gegen Barrieren im Internet.

Wertewerk trommelt mit - besonders für Menschen mit besonderen Lernbedürfnissen

Bisher gibt es im Internet nur wenig Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Menschen mit besonderen Lernbedürfnissen wie die wörtliche Übersetzung des treffenden englischen Begriffes ”People with special educational needs (SEN)” lautet. Auch in Diskussionen, Empfehlungen, Richtlinien und Veranstaltungen zum Thema kommen Sie oft nur am Rande vor. Sie sind sozusagen das Stiefkind der Web Accessibility. Umso spannender und lehrreicher (und auch ernüchternder im positiven Sinne) war es, sich im Rahmen des Projektes “on-line on” den Wahrnehmungs- und Surfbedürfnissen dieser Zielgruppe zu nähern. Manche Gedanken dazu, einige Erfahrungen und viele offene Fragen daraus - dies soll man im Laufe der Accessibility Blog Parade im Werteblog finden.

Mitmachen

Alle Infos für weitere Mitmacher finden sich im MAIN_blog in der Einladung zur Accessibility Blog Parade.

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Barrierefreies Redesign für Kreiskliniken Reutlingen - der neue Internetauftritt ist online

Autor: M. Erle 12.12.2005, 17:57

Logo der Kreiskliniken ReutlingenDie Kreiskliniken Reutlingen mit dem Klinikum am Steinenberg Reutlingen, der Ermstalklinik Bad Urach und der Albklinik Münsingen gehen im Internet neue Wege: Barrierefreiheit, Zielgruppenorientierung und wahrnehmbare Markenwerte sind im Gesundheitsbereich noch keine Selbstverständlichkeit.

Werte online erleben

“In Zusammenarbeit mit der Tübinger Agentur Wertewerk ist es uns gelungen, das besondere Profil der Kreiskliniken Reutlingen mit fortschrittlichem Design für die gesamte Bevölkerung ohne Einschränkungen zugänglich und erlebbar zu machen”, sagt Eckhard Zieker, Pressesprecher der Kreiskliniken Reutlingen.

Neue Patientenströme im In- uns Ausland erschließen

Auch mit den Kompaktversionen in Englisch, Russisch und Türkisch zählt der Internetauftritt der Kreiskliniken Reutlingen zu den Vorreitern im Krankenhausmarketing. Diese konsequente Ausrichtung an den Informationsbedürfnissen der unterschiedlichen Zielgruppen zeigt sich auch an den ausführlichen Patienteninfos und den Services für Ärzte oder Medizinstudenten.

Dialogmöglichkeiten für alle

“Einfach zu bedienende Kontaktformulare der einzelnen Kliniken und Abteilungen erleichtern den direkten Dialog und werden bereits intensiv genutzt”, freut sich Oliver Bredel, Vorsitzender der Geschäftsführung, über die bereits vorliegende positive Resonanz.

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Rückblick doIT-Workshop: Barrierefreies Internet - mehr als nur Gesetz

Autor: M. Erle 15.6.2005, 11:00

Wirtschaftlichkeit und barrierefreies Internet - kein Widerspruch

Seit 01. Juni ist das Landes-Behindertengleichstellungsgesetz in Baden-Württemberg in Kraft getreten, das die barrierefreie Gestaltung der Internetangebote öffentlicher Stellen vorschreibt (§10 Barrierefreie mediale Angebote). Dass es jedoch weit mehr und durchaus wirtschafliche Gründe gibt, seine Website barrierefrei und damit für alle zugänglich bereit zu stellen, zeigte der gestrige Workshop, den doIT zusammen mit WEB for ALL und Wertewerk veranstaltete.

Titelblatt doIT-Workshop Barrierefreies Internet - Mehr als nur Gesetz

Barrieren erleben beim Live-Surfen mit Vorlesesoftware

Eindrücklich machten Anna Courtpozanis und Brigitte Luckhardt von WEB for ALL typische Barrieren für blinde Nutzer in einem Live-Surfen mit einem Screenreader erlebbar: statt eine Telefonnummer zu erhalten wäre das Ergebnis eines “Blindflugs”, wie Frau Courtpozanis ihren durch nichts sagende Link- und Framenamen erzwungenen Surfstil selbst bezeichnet, beinahe die Bestellung von Infomaterial für eine Versicherung gewesen. Der Grund: ein aufdringliches Popup-Fenster, das sich vor das Eingabefeld der Telefonauskunft schob, sich nicht als Fremdangebot zu erkennen gab und sich auch nicht für Nutzer von Vorlesesoftware so einfach wieder schließen ließ.

Landesportal Baden-Württemberg als Best Practice

Eva Pfendert und Sebastian Spaleck von doIT stellten den barrierefreien Relaunch des Landesportals vor. Die Gründe für die Neugestaltung waren nicht allein Anforderungen der Barrierefreiheit, sondern eine grundsätzliche Optimierung des Internetangebots im Hinblick auf ein Nutzer orientiertes Standort-Marketing und die Integration in die bestehende Image-Kampagne. Deutlich wurde die enge Verzahnung von Accessibility und Usability, Zugänglichkeit und Gebrauchstauglichkeit und die Mehrwerte, die sich darüber realisieren lassen. Beispielsweise steigerten sich die Nutzerzahlen um 30%, während sich der Datendurchsatz aufgrund der schlankeren Dateien um 30% verringerte und zur konkreten Kostenersparnis bei den Serverkosten führte.

Grundlagenwissen für den Projekterfolg

Stefan Blanz von Wertewerk konkretisierte ausgehend von der Definition, dass barrierefreie Kommunikation Zugänglichkeit von Inhalten für alle Nutzergruppen und Ausgabegeräte bietet, die konzeptionellen Grundlagen und gab Tipps, wie diese in Ausschreibungen und Verträgen Berücksichtigung finden sollten. Zu den zentralen Punkten gehören: Validität, lineare und semantisierte Auszeichnung, strikte Trennung von Inhalt und Gestaltung sowie Sprachgestaltung und spezifische Ergänzungen.

Kosten-Nutzen abschätzen und in Strategie integrieren

Im abschließenden Beitrag stellte Markus Erle von Wertewerk Gründe von Unternehmen vor, warum sie ohne gesetzliche Verpflichtung auf Barrierefreiheit setzen: maximale Reichweite aufgrund des Auftrags oder des eigenen Anspruchs sowie Suchmaschinen-Marketing ohne zusätzlichen Aufwand standen hier an erster Stelle. Unter dem Titel “10 Vorteile, 10 Argumente” erläuterte Herr Erle konkrete Mehrwerte, die sich durch barrierefreies Internet realisieren lassen, stellte sie den Kostenaspekten gegenüber und lieferte Methoden und Beispiele, wie sich Barrierefreiheit in die Kommunikations- und Marketingstrategie integrieren lässt.

Reger Austausch zu Praxisfragen

Schnell kamen Teilnehmer und Referenten in fruchtbare Gespräche zu konzeptionellen, technischen und strategischen Fragen rund um barrierefreies Internet. Bemerkenswert auch, dass das Thema barrierefreie pdfs immer weiter ins Bewusstsein rückt und auch in ersten Ansätzen konkret umgesetzt wird.

Das Fazit

  • barrierefreies Internet bietet Vorteile für alle - sowohl Nutzer wie Anbieter - und kann, soll und muss sich letztlich rechnen
  • die Empfehlung: im Rahmen eines anstehenden Relaunches Barrierefreiheit in die Marketingstrategie integrieren und fundiert auf Basis von Webstandards realisieren statt Barrierefreiheit nur als zusätzliche Anforderung an die Website isoliert zu betrachten

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Internetauftritte von Krankenhäusern sollten barrierefrei gestaltet sein - Checkliste

Autor: M. Erle 9.6.2005, 16:48

Die Online-Präsenz von Kliniken und Krankenhäuser sollte auf jeden Fall nach den Vorgaben der ”Web Accessibility Initiative (WAI)” barrierefrei gestaltet sein. Dies ist die erste Empfehlung in einer 15 Punkte umfassenden Checkliste, die das Institut für Medizinische Informationsverarbeitung am Uniklinikum Tübingen im Fachmagazin “das Krankenhaus”, 3/2005 herausgegeben hat.

Logo WAI Die WAI ist eine Initiative des World Wide Web Consortiums (W3C) und spricht weltweite Empfehlungen zur Gestaltung barriererfreier Internetangebote aus, an denen sich länderspezifische Regelungen - beispielsweise die BITV in Deutschland - orientieren.

Barrierefreiheit, Usability und Wertemarketing

54 Internetauftritte von Krankenhäuser unterschiedlicher Größe und Trägerschaft wurden von Prof. Dr. Hans-Konrad Selbmann und seinem Team besonders im Hinblick auf Benutzerfreundlichkeit analysiert. Dies bildete die Basis für Optimierungsvorschläge, die sich zum größten Teil mit Forderungen der Barrierefreiheit, Usability und des Wertemarketing decken. Großer Verbesserungsbedarf besteht besonders darin, Inhalte und Services stärken an den Zielgruppen auszurichten. Dazu zählen beispielsweise:

  • ein spezieller Bereich für Patienteninformationen
  • ein spezieller Bereich mit Informationen für Ärzte
  • weiterführende Links zu vertiefenden Informationen
  • Kerninformationen in mehreren Sprachen
  • eine verständliche Sprache und Erklärungen zu Fachbegriffen und Abkürzungen
  • Transparenz im Hinblick auf Quellen und Verfasser medizinischer Informationen
  • interaktive Services, die den Zielgruppen klare Mehrwerte liefern wie ein Bereich “Häufig gestellte Fragen” beispielsweise
  • Suchmaschinen-Optimierung, die ein schnelles und zuverlässiges Auffinden gewährleistet
  • für alle zugängliche Qualitätsberichte
  • eine übersichtliche und konsistente Navigation
  • Kurzbeschreibungen sowie Angaben von Größe und erforderlichen Programmen bei Multimedia-Formaten
  • eine regelmäßige Pflege als Grundlage für die Aktualität der Inhalte

Initiativen zur Qualitätssicherung

Aufschlussreich ist auch, dass keine der 54 untersuchten Websites sich an einer der Initiativen zur Qualitätssicherung von Gesundheitsinformationen beteiligte, die es bereits seit mehreren Jahren gibt. Zu den bekanntesten zählen:
Logo HON

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Suchmaschinen-Marketing ohne zusätzlichen Aufwand, Teil 1: Chronologie eines angekündigten Rankings

Autor: M. Erle 9.6.2005, 12:26

Es ist kein Geheimnis mehr: barrierefreie und standardkonforme Internetseiten - ich erwähne beides, da es leider noch nicht selbstverständlich ist, letzteres als Grundlage für ersteres zu praktizieren - sind auch für Suchmaschinen besser zugänglich. Ich bin immer wieder selbst überrascht, wie wirkungsvoll diese unaufwändige Methode des Suchmaschinen-Marketings ist.

Freier Zugang zur Poolposition

Wertewerk beispielsweise wird bei eigenen zentralen Suchbegriffen wie ”barrierefreie pdf”, ”Leitfaden barrierefreies Internet” oder ”Wertemarketing” bei Google ganz oben geführt. Jetzt könnte der Einwand kommen, dass dies ja Begriffe sind, die überhaupt nicht oft vorkommen. Das stimmt, auch wenn es zu “barrierefreie pdf” immerhin 73.000 Suchergebnisse gibt.

Barrierefreies Webdesign als Suchmaschinen-Marketing

Aus diesem Grund wage ich einen Selbstversuch mit einem Suchwort, das weit häufiger vorkommt: Suchmaschinen-Marketing. Google Suchmaske mit Suchmaschinen-Marketing als eingegebenem  Begriff Wertewerk wird unter den bisherigen 918.000 Suchergebnissen überhaupt nicht geführt. Das soll sich mit diesem barrierefreien Blogeintrag ändern. Mal sehen, wie weit er es schafft und wie lange es dauert. Die Bedingungen sind klar: dieser nackte standardkonforme Blogeintrag ohne zusätzliche Optimierungsmaßnahmen oder verbreitete Suchmaschinen-Marketing-Tricks und dann warten und suchen und suchen … Ich bin gespannt.

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PR und Öffentlichkeitsarbeit von Krankenhäusern

Autor: blanzelot 15.4.2005, 14:35

Welche gewichtige Rolle PR und Öffentlichkeitsarbeit als Erfolgsfaktor im Krankenhausmanagement-Management in Zukunft spielen werden, zeigt Professor Norbert Meiners auf. Der wachsende Druck im Wahrnehmungswettbewerb lässt für ihn nur einen Schluss zu: ” Modernes Krankenhaus-Management kommt ohne professionelle Kommunikation nicht aus (externes Angebot)”.

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Veranstaltungstipps: Barrierefreies Internet - rechnet sich das?

Autor: M. Erle 12.4.2005, 14:44

Barrierefreies Internet kann, soll und muss sich rechnen. Dieses Frühjahr gibt es drei Top-Veranstaltungen, bei denen Wertewerk gerade diesen Aspekt der Wirtschaftlichkeit für Entscheider beleuchtet:

08. bis 10. Mai 2005: Symposium “Mehr Wert für @lle”, Bitburg

Wertewerk gestaltet den Entscheider-Workshop am Montagnachmittag, 09.05.2005 mit. Ein Blick in das Programm (externes Angebot) des international ausgerichteten Symposiums lohnt sich.

12. Mai 2005: Kongress “Barrierefreies E-Government • Wirtschaftlichkeit”, Darmstadt

Wertewerk hält einen Vortrag zum Thema “Barrierefreiheit als Teil der Kommunikationsstrategie: Mehrwerte ausschöpfen statt verordnetem Alibi”. Das gesamte Programm und die Anmeldung finden Sie auf den Internetseiten des Zentrums für Graphische Datenverarbeitung (ZGDV) (externes Angebot).

14. Juni 2005: Mehr als nur Gesetz: Wertschöpfung durch barrierefreie Websites, Stuttgart

Auch hier stehen konkrete Umsetzungsbeispiele, Kosten-Nutzen-Abwägungen und Planungshilfen für Entscheider im Mittelpunkt. Die MFG Baden-Württemberg veranstaltet dieses Seminar gemeinsam mit WEB for ALL und Wertewerk. Weitere Infos und Anmeldung auf den Veranstaltungseiten von doIT (externes Angebot).

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