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Werteblog: Wertemarketing, barrierefreies Internet, PDF und Barrierefreiheit

Lesetipp: PDF-Dateien aus Nutzersicht: wo liegen die Barrieren?

Autor: Wertewerk-Team 21.3.2006, 14:37

“Zusatzinformationen zur letzten Wissenschaftssendung auf meinem Lieblingsradiosender, eine Broschüre über die Rentenreform, die Bedienungsanleitung zu meinem Fernseher, deren Original ich letztes Jahr irgendwie verlegt habe - sogar die Abwassergebührenordnung meiner Heimatgemeinde - alles habe ich im Internet gefunden, aber immer nur als PDF-Datei!”, so lautet die Klage eines nicht unerfahrenen blinden Internetnutzers.
Auf welche Barrieren er dabei konkret gestoßen ist, schildert Oliver Nadig in seinem lesenswerten Beitrag “Klagelied eines frustrierten PDF-Neulings” (externes Angebot). Er gehört zu einem umfassenderen Artikel, der Screenreader-Nutzern einen besseren Umgang mit PDF-Dokumenten ermöglichen möchte.

Die häufigsten Barrieren bei PDF-Dokumenten

In seiner “Klage” nennt Nadig sieben häufig anzutreffende Barrieren, die ein PDF-Dokument schlecht oder überhaupt nicht zugänglich machen:
1. Der Inhalt liegt als Grafik und nicht als Text vor.
2. Informationen über die logische Dokumentstruktur fehlen.
3. Schutzmechanismen verhindern den Zugriff des Vorleseprogrammes auf den Dokumentinhalt.
4. Navigationsmöglichkeiten fehlen.
5. Das Umfließen beim Vergrößern des Textes funktioniert nur schlecht oder gar nicht.
6. Farbige Texthinterlegungen führen bei einem Wechsel von Schrift- und Hintergrundfarbe zu unleserlichen Texten.
7. Verwendete Zeichensätze weisen keine eindeutige Codierung auf.

Klageschrift als Dialog

Das angenehme an Nadigs Beitrag ist die lebendige Sprache und der Aufbau der Klageschrift als Dialog. Er liefert den ersten Baustein für einen User Report über die Erfahrungen blinder bzw. sehbehinderter Internetnutzer mit PDF-Dokumenten.

Abgelegt in: Barrierefreiheit, PDF und Barrierefreiheit, Kommentare (0)

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