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Werteblog: Wertemarketing, barrierefreies Internet, PDF und Barrierefreiheit

Digitale Integration im Ländle: Modellprojekte stellen sich vor

Autor: M. Erle 8.3.2005, 07:34

Für viele Menschen stellt das Internet eine Erleichterung beim Bestehen alltäglicher Herausforderungen dar oder zumindest könnte es darstellen, wenn beide Seiten - Nutzer wie Anbieter - die Möglichkeiten des Mediums in diesem Sinne einsetzen würden. Die einen sind aufgefordert sich Medienkompetenz anzueignen, die anderen, ihre Informations- und Serviceangebote barrierefrei zur Verfügung zu stellen. Gerade strukturschwachen Gegenden bietet das Internet die Chance, buchstäblich Anschluss an die Ballungsräume und die weite Welt zu finden. Dies durch gemeinnützige IT- und Medienprojekte zu fördern, hat sich das Land Baden-Württemberg mit dem Impulsprogramm doIT-regional zum Ziel gesetzt. Bei der ersten Transfertagung am 01. März 2005 in Stuttgart stellten sich geförderte Projekte für ältere, bedürftige und behinderte Menschen vor.

Mentorenprogramme und Online-Beratungsangebote

Die Projekte Land ohne Barrieren (LOB) der Organisation Web for All, Heidelberg und Senioren-Internet-HelferIn des ZAWiW (Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung) an der Universität Ulm bauen Mentorenprogramme auf, um bisher unterrepräsentierte Nutzergruppen auf dem Weg ins Internet zu begleiten. Bei projekt caritas.de, Ulm spielen Mentoren auch eine Rolle, im Kern zielt dieses Modellprojekt jedoch besonders auf die Anbieterseite: das Internet nutzen, um die Reichweite zu steigern und seine Leistungen auch Nutzergruppen zugänglich zu machen, die bestehende Präsenzangebote bisher nicht wahrgenommen haben oder wahrnehmen konnten. Alleinerziehende und Familien mit Kindern zählen hier wegen ihrer eingeschränkten Mobilität (Stichwort: Kinderbetreuung) ebenso dazu wie ältere oder in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkte Menschen. Mit einer zugänglichen Internetseite könnte das Ulmer Caritas-Projekt eine Vorreiterrolle für andere Regionalverbände einnehmen.

Transfer konkret

Auch wenn es vordergründig darum ging, trotz offensichtlicher Überschneidungen sein eigenes Projekt von den anderen abzugrenzen, kam der Transfer noch in Gang. Fördergeldempfänger, Kommunalvertreter und in der Sache der digitalen Integration Engagierte tauschten sich aus, um voneinander zu lernen, Ideen zum Nachahmen oder Adaptieren aufzugreifen und zaghaft Kooperationen anzustoßen - beispielsweise um gemeinsame regionale Schwerpunkte zu setzen, die Öffentlichkeitsarbeit zu bündeln oder womöglich sogar einen Arbeitskreis zu gründen, der die Themen Mentoren und Barrierefreiheit weiter forciert und an die Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit heranträgt. Falls solch ein Innovationsforum zusammenkommt, würde Ulrich Winchenbach, der Verantwortliche des Impulsprogramms, dankenswerter Weise Räumlichkeiten bei der MFG zur Verfügung stellen.

Die Vorstellung der weiteren Projekte wird bei den folgenden Transfertagungen zu jeweils einem Schwerpunktthema ihre Fortsetzung finden.

Auf der offiziellen Seite des Impulsprogramms doIT-regional (Externes Angebot) sind alle geförderten Projekte aufgeführt. Die Präsentationen der 1. Transfertagung stehen auf der doIT-Seite (externes Angebot) zum Herunterladen zur Verfügung.

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