Adobe Reader spricht Deutsch: Wie man seine barrierefrei optimierten PDF-Dokumente über die interne Sprachausgabe testen kann
Aktuelle Screenreader können barrierefreie PDFs lesen, sind aber für ein schnelles Testen oft zu aufwändig. Die interne Sprachausgabe des Adobe Reader bzw. von Adobe Acrobat ist von seinen Funktionalitäten zwar äußerst begrenzt, eignet sich jedoch als gutes Testwerkzeug für einen ersten Eindruck. Wir müssen dieser nützlichen Vorlesefunktion aber erst Deutsch beibringen, da im Programmumfang nur Microsoft Sam als amerikanisch sprechender Vorleser zur Verfügung steht.
Zusatzsoftware notwendig
Dazu laden wir uns zwei Software-Ergänzungen herunter und installieren sie: den Microsoft Reader 2.0 und das Microsoft Text-to-Speech Package 1.0 - selbstverständlich jeweils in der deutschen Version. Nach der erfolgreichen Installation und einem Neustart von Acrobat (evt. auch des gesamten Rechners) stehen uns die deutschen Stimmen zur Verfügung. Unter Bearbeiten > Grundeinstellungen > Lesen können wir zwischen LH Stefan und LH Anna wählen, wenn wir die Option “Standardstimme verwenden” deaktivieren.
Rudimentäre Vorlesefunktionen
Aufrufen lässt sich der interne Screenreader über Anzeige > Sprachausgabe. Es stehen leider nur Optionen zum Vorlesen der aktuellen Seite oder des ganzen Dokumentes zur Verfügung, an denen sich unser Vorleser stur hält bis er wieder angehalten wird. Leider liest er keine Lesezeichen vor und springt auch nicht zu einer neuen Seite bzw. Textstelle, wenn wir während des Lesens weiternavigieren.
Was sich über die interne Sprachausgabe testen lässt
Dafür liest er jedoch ausgezeichnete Akronyme und Abkürzungen vor, angelegte Alternativtexte und beherrscht sogar die richtige Aussprache vieler fremdsprachlicher Begriffe wie Web, Relaunch oder Online-Shop beispielsweise - zumindest ein kleines Erfolgserlebnis für PDF-Optimierer.
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